Svenson Hoppe im Interview

„Ich lebe für den Sport“

Bundesligaspieler, Trainer, Landesauswahltrainer: Svenson Hoppe ist beim MFBC Leipzig „Mister Floorball“. Im Interview spricht der 27-Jährige über Leidenschaft und Saisonziele.

Was macht den MFBC Leipzig für Sie persönlich aus?

Svenson Hoppe: „Es ist ein unglaublich familiärer Verein. Jeder kennt Jeden, das ist in einer Randsportart unheimlich wichtig. Außerdem treibt der sportliche Erfolg zusätzlich an.“

Was fasziniert Sie am Floorball?

Hoppe: „Floorball ist ein superschneller Sport. Hier werden Schussgeschwindigkeiten von 200 km/h erreicht. Einerseits geht es auf dem Feld hoch her, da kann es zwischen den Spielern auch schon mal krachen. Und gleichzeitig ist es ein filigraner Sport. Dieser Gegensatz fasziniert mich. Hinzu kommt, dass der Zugang zum Floorball sehr niedrigschwellig ist: Einfach Hallenschuhe schnappen und los geht’s! Wer einmal dabei ist, bleibt auch dabei!“

Sie gehören beim MFBC seit zehn Jahren zum Bundesligateam. Haben Sie mal mit dem Gedanken gespielt, den Verein zu verlassen?

Hoppe: „Es gab in der Vergangenheit ein paar Anfragen aus der Schweiz und aus Schweden. Das war für mich aber nie relevant, weil ich mich in Leipzig extrem wohl fühle. Das heißt aber nicht, dass es nicht irgendwann interessant wird. Mit 27 Jahren bin ich ja gerade im besten Sportleralter.“

Sie sind nicht nur Spieler, sondern auch noch Trainer der MFBC-Frauen, Spielertrainer des Männerteams, Landesauswahltrainer und Stützpunkttrainer der weiblichen Jugend. Wie bekommen Sie das alles unter einen Hut?

Hoppe: „Ich lebe einfach für den Sport. Oftmals sehe ich am Wochenende nur die Autobahn und die Halle. Glücklicherweise spielt meine Freundin im MFBC-Frauen-Team. Das macht vieles leichter. Neben meinem Lehramtsstudium habe ich aktuell auch Zeit für den Floorball. Das Spielersein hat für mich aktuell Priorität – auch, weil ich in der Nationalmannschaft zum Kapitän für die Weltmeisterschaft im Dezember ernannt wurde. Das ist für mich eine besondere Ehre.“

Mit welchen Zielen sind Sie mit den beiden MFBC-Teams in die Saison gestartet?

Hoppe: „Mit den Frauen wollen wir ganz klar das Double aus Meisterschaft und Pokal verteidigen. Bei den Männern gab es im Sommer einen kleinen Umbruch, da müssen wir uns erstmal ein bisschen sortieren. Unser Ziel ist es, neue junge Spieler im Team zu integrieren und dann schauen wir mal, was am Ende rauskommt.“

Weitere Infos: www.floorball-mfbc.de

Erschienen in der „Sport Stadt Leipzig“ 4/2026

Autor: Andreas Wendt