
Dialogforum „Gemeinsam Richtung Olympia“
Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele innerhalb der Konzeption BERLIN+
Am gestrigen Abend kamen in der Sportwissenschaftliche Fakultät rund 50 Vertreter aus dem organisierten Sport, Verbänden und Vereinen, aus Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Auf Einladung des Stadtsportbund Leipzig diskutierten die Teilnehmenden Chancen und Risiken der Leipziger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele innerhalb der Konzeption BERLIN+.
Nach Grußworten von Stefan Schedler (Leiter Olympiabüro Stadt Leipzig) und Prof. Dr. Gregor Hovemann (Dekan der Sportwissenschaftlichen Fakultät, Professur für Sportökonomie und Sportmanagement) fasste Katja Büchel (Leiterin Amt für Sport) die Leipziger Stärken zusammen: „Mit über 50 erfolgreichen Sportgroßveranstaltungen in den letzten zehn Jahren und etwa 110.000 Mitgliedern in über 400 Sportvereinen punkten wir bei Erfahrungen in der Organisation und Sportbegeisterung. Das Herz des Spitzensports schlägt entlang einer Linie von der Mainzer Straße bis zum Olympiastützpunkt am Sportforum.“ Zwar stehen die möglichen Sportstätten und Sportarten für die Bewerber noch nicht final fest – aktuell sind für Leipzig das Sportforum (Fußball, Handball) und die Innenstadt (Fanzone), der Kohlrabizirkus, der Kanupark Markkleeberg (Kanu-Slalom, Kajak-Cross) und die Leipziger Messe (unter anderem Basketball, Fechten, Rollstuhlrugby) vorgesehen. Zur Verkehrsführung wurde die Planung mit einem neuen Radschnellweg und einer Olympic Lane auf der B2 sowie die S2 entlang aller Sportstätten vorgestellt.
Als Ergebnisse aus den Workshops wurden folgende Ideen, Hoffnungen und Sorgen präsentiert, die zum Beispiel in eine Vorlage für den Stadtrat und weitere Beteiligungsprozesse eingehen sollen:
- Vorschlag für Gewinn der jungen Generationen: stärkere Einbindung Sportlehrer und Schulen, Einführung Schulstunde Olympiasport
- Kommunikation mit den Leipzigerinnen und Leipzigern: Benefit der Bewerbung beziehungsweise Austragung aufzeigen. Was haben die Menschen praktisch davon?
- Entwicklung Sportstätten: weitere Locations mitdenken, die im Rahmen der Bewerbung entwickelt werden können und nachhaltig davon profitieren
- Entlastung für die Vereine: herausfordernde Situation in vielen Vereinen belastet die positive Stimmung und Motivation für Bewerbung
- Zusammenhalt: Leipziger Vereine müssen wieder stärker zusammenwachsen
- Einheitliche Kommunikation: Nach außen mit einer Stimme sprechen – positiv durch Bund, Land, Stadt und Stadtgemeinschaft
- Paralympische Spiele: werden zu wenig mitgedacht. Wunsch, die Paralympics in die Olympischen Spiele zu integrieren
In der abschließenden Zusammenfassung sagte Heiko Rosenthal (Olympiabeauftragter Stadt Leipzig, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig): „Ich bin davon überzeugt, dass Olympische und Paralympische Spiele für Leipzig eine tolle Idee sind. Da kommt man an uns als Sportstadt Leipzig nicht vorbei und wir verbinden damit große Chancen. Es ist ein olympischer Impuls in der Stadt nötig, sodass diese Sportarten ins rechte Licht gerückt werden, denn: Es ist nicht alles Fußball. Diese Bewerbung gibt uns Rückenwind für die geplante Ballsporthalle und für zahlreiche weitere Investitionen, die dann auf den Weg gebracht werden können.“
Zum Hintergrund:
Leipzig bewirbt sich im Rahmen der Konzeption BERLIN+ als Austragungsort (2040/2044) für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Leipzig bringt mit zeitgemäßen Sportstätten, einer leistungsfähigen Infrastruktur und Expertise bei der Ausrichtung sportlicher Großveranstaltungen seine Stärken in das gesamtdeutsche Bewerbungskonzept BERLIN+ ein. Mit der Nutzung bestehender Sportstätten – das Sportforum mit RB Arena, QI Arena, der Nordanlage sowie den Clustern Leipziger Messe, Kohlrabizirkus und Kanupark Markkleeberg – und den Merkmalen emissionsarme Mobilität, neue Wegeverbindung für sportliche Betätigung en passant und langfristige Nachnutzung überzeugt der sächsische Mitbewerber. Das geplante Olympische Dorf in Leipzig-Mockau wird nach den Spielen in sozialverträglichen Wohnraum umgewandelt – als Teil einer verantwortungsbewussten Stadtentwicklung.
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