
Von der Tartanbahn in den olympischen Eiskanal
Bob-Anschieber Felix Straub erfüllt sich Traum von Olympischen Spielen und kehrt mit Silber nach Leipzig zurück
Bei der Siegerehrung rollten Tränen der Freude und Erleichterung: Felix Straub gewann am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen in Cortina im Team von Francesco Friedrich Silber. Im Viererbob erfüllte sich der ehemalige Leichtathlet vom SC DHfK Leipzig den Traum von Olympischen Spielen – und bekam aus der Sportstadt Leipzig viel Rückenwind.

Rund 40 Fans des sympathischen Anschiebers waren Samstag und Sonntag in der Champions Bar zusammengekommen, um ihn über vier Durchgänge hinweg anzufeuern. Schnell war für die Wegbegleiter von der Sportstadt Leipzig, vom SC DHfK Leipzig e. V., Olympiastützpunkt Sachsen/Standort Leipzig und vom Rennrodel-, Bob- & Skeletonverband für Sachsen e.V. klar: An Landsmann „Hansi“ Lochner kommt das Team um „Franz“ diesmal nicht vorbei. Dennoch feierten sie ihren Athleten Sonntag Mittag mit Jubel und Applaus, denn: Silber beim Olympiadebüt ist ein großartiger Erfolg.

„Wir haben gezeigt, dass wir die besten Anschieber hinten drauf sind“
Erleichtert meldete sich der 28-Jährige dann aus Cortina: „Wir haben gekämpft bis zum Schluss. Wir haben viermal am Start gezeigt, dass wir wirklich auch die besten Anschieber hinten drauf sind, es hat aber leider nicht gelangt, weil Hansi einfach gefahren ist wie am Schnürchen und wir uns ein paar Fehler erlaubt haben in der Bahn. Wir sind sehr happy über die Silbermedaille, da ist kein bisschen Trauer. Man gönnt es den anderen auch von Herzen. Und wenn wir heute Abend mit einem Bierchen anstoßen, da gibt es nicht Gold oder Silber, da gibt es nur uns als Team D. Ich fand‘ es mega cool, dass es ein Public Viewing gab und mir da Rückenwind von Leipziger Seite aus gegeben wurde.“ (Quelle: LVZ online)
Nach ein paar Tagen Erholung lässt sich Felix Straub gebührend empfangen. Am Mittwoch, 4. März 2026, feiert die Sportstadt Leipzig ihren Helden ab 11 Uhr im Restaurant „Felix“ (Augustusplatz 1-3, 04109 Leipzig). Anmeldung zum Empfang: ticket@osl-leipzig.de
Modell für die Zukunft der Talententwicklung
Felix Straub ist der erste Bobsportler, der für den SC DHfK bei Olympischen Spielen an den Start ging. Vom Sprinter zum Bob-Anschieber, von der Laufbahn in den Eiskanal – diese Erfolgsgeschichte soll auch ein Modell für die Zukunft der Talententwicklung sein. Der Weg dorthin führte zunächst nicht über Schnee und Eis, sondern über die Laufbahn. Jahre intensiven Sprinttrainings haben die Grundlagen gelegt: Explosivität, Schnellkraft, ein ausgeprägtes Gefühl für Rhythmus und Timing. Eigenschaften, die im Sprint über Medaillen entscheiden und im Bob über den perfekten Start.
Mit der neu gegründeten Bobabteilung am LAZ Leipzig bekommt dieser Weg nun auch eine strukturelle Heimat. Leipzig setzt auf sportartenübergreifende Entwicklung und kurze Wege zwischen Sommer- und Wintersport. Sprintstarke Athletinnen und Athleten erhalten frühzeitig Einblicke in den Bob- und Skeletonsport, Trainingsmethoden werden miteinander verzahnt, Perspektiven bewusst erweitert. Damit entsteht ein Ansatz, der über klassische Disziplingrenzen hinausgeht. Gerade für Sprinter, deren Leistungsfenster oft eng ist, kann der Bob eine zweite sportliche Heimat bieten.
Fotos: TeamD/Philipp Reinhard
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