Rückkehrer, Nachwuchs und Stabilität

Seit Anfang 2025 geht der JC Leipzig mit Doppelspitze im Vorstandsvorsitz und hauptamtlichem Trainer neue Wege. Frische Strukturen müssen sich erst etablieren – beim JC Leipzig soll der Transformationsprozess abgeschlossen sein.

„Es war eine Art Neuanfang und da muss man Geduld haben“, resümiert Uwe Bierey, der den Verein zusammen mit Jenny Sättler führt. „Die Frauen haben es im letzten Jahr sehr gut gemacht und auch bei den Männern sind wir zuversichtlich, dass die Talsohle durchschritten ist und es nun richtig nach vorne geht.“

 

Bei den Powerfrauen der 1. Bundesliga fehlte am Ende tatsächlich nur ein Unterpunkt zur Medaille – denkbar knapp im direkten Vergleich mit dem Liga-Konkurrenten JC 66 Bottrop e.V. „Trotz des hauchdünnen Ergebnisses überwiegt der Stolz auf die gezeigten Leistungen und der unbedingte Wille, in der kommenden Saison erneut anzugreifen“, versichert Trainerin Jenny Sättler. „Es ist das Ziel, das Team zu verstärken und den Fokus noch wirksamer auf die Nachwuchsarbeit zu legen. Mit Fiona Vater und Lene Grafe stehen die beiden jüngsten Athletinnen bereits im Aufgebot.“ Zusätzliche Erfahrung bringt die Rückkehr von Tabea Nika Mecklenburg, die bei der Weltmeisterschaft 2025 sensationell Bronze gewonnen hatte.

Rückkehrer und neue Verpflichtungen

Die Männermannschaft dagegen hat eine Saison abgehakt, die die eigenen Erwartungen nicht erfüllt hat: Die Bundesliga-Kämpfe verliefen bescheiden, Nachholbedarf wurde an einigen Stellen deutlich. Jurek Gragert, für das Bundesliga-Management der Männer verantwortlich, betont: „Wir haben das Team weiterentwickelt und mit der Rückkehr von Daniel Herbst und Lenny Burk Qualität dazugewonnen. Weitere Verstärkungen sind fest eingeplant.“ Auch der Leipziger Nachwuchs spielt eine zentrale Rolle: Hannes Schürer, frisch in den Nationalkader aufgestiegen, sowie Bill Schweiger, Sieger mehrerer DJB-Sichtungsturniere, wollen sich auf Bundesliga-Niveau etablieren. Für Stabilität und Organisation sorgt weiterhin das bewährte Team um Hannes Conrad (Kapitän und aktiver Kämpfer), Jurek Gragert, der nach einjähriger Verletzungspause bei Bedarf wieder auf der Matte stehen wird, sowie Jakob Schiek.

Am 14. März starten die Männer auswärts in Speyer in den Ligabetrieb – ein echter Härtetest, denn die Gastgeber erreichten in der vergangenen Saison den 3. Platz in den Play-offs und zählen damit zu den etablierten Top-Teams. Das erste Highlight vor heimischem Publikum folgt am 12. April in der Brüderstraße, wenn der JC Leipzig den KJC Karlsruhe empfängt.

www.jc-leipzig.de

Tipp: 12. April, Brüderhalle: Heimkampftag der JCL-Männer und -Frauen

Foto: Foto-Rechtnitz