„Jetzt will ich den Titel“

Einladung zum Public Viewing und Brunch zu den Olympischen Spielen

Am 21. und 22. Februar laden wir alle Interessierten von 10:00 bis 13:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück und Anfeuern von unserem Leipziger Bob-Anschieber Felix Straub im Bobteam Friedrich in die Champions Sports Bar ins Marriott Hotel in Leipzig ein. Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Anmeldung per E-Mail an info@osl-leipzig.de .

Wir freuen uns darauf! Let’s GOld!

Top-Team der Sportstadt Leipzig: Bob-Anschieber Felix Straub

Felix Straub war über 100 und 200 Meter ein erfolgreicher Leichtathlet – und ist heute ein ausgezeichneter Bobsportler in einem der besten Teams weltweit. Nach über zehn Jahren im Leistungssport kann er sich nun den Athletentraum erfüllen: die Olympischen Spiele.

Als Anschieber im Team von Francesco Friedrich hat Felix Straub das Ziel, im Februar 2026 nach Cortina d’Ampezzo zu fahren. Dafür ist er seit Ende Oktober bis Februar „eigentlich nur unterwegs“, wie es der sympathische Wahl-Leipziger formuliert. Zuletzt stand ein Mal pro Woche Training mit Rekordweltmeister Francesco „Franz“ Friedrich in Dresden an, donnerstags ging es auf die Bobanschubbahn nach Riesa. Dazu kamen Trainingslager und intensive Kraft-, Sprint- und Sprungeinheiten in Leipzig. Seit Ende Oktober ging es bei der „Fahrweise“ auf der Hausstrecke in Altenberg darum, die neue Flotte Schlitten des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) zu testen. „Wir absolvieren täglich bis zu zwölf Fahrten. Das ist das Maximum – Rücken und Nacken müssen sich erst wieder daran gewöhnen, die Schläge abzufangen“, erklärt Felix Straub.

 

Europa- und Weltmeister

„Die letzte Position im Viererbob ist für ehemalige Sprinter wie mich optimal. Auf Position zwei und drei wählt der Pilot meist schwerere Athleten – das ist für den Hangabtrieb wichtig“, sagt Straub, der seit dem Ende seiner Leichtathletik-Laufbahn an Muskelmasse zugelegt hat. „Mit 95 Kilo bin ich relativ leicht. Im Viererbob ist das okay, aber für den Zweierbob wären über 100 Kilo besser. Deshalb mache ich viel Krafttraining und achte in der Ernährung auf Eiweiß und Kreatin.“ Seit 2022/23 ist er Bobsportler. In seiner ersten Saison nahm er mit „Bobdominator“ Friedrich an zwei Weltcuprennen teil und errang den Vize-Europameistertitel. Den ersten Weltcupsieg feierte er 2023. In der Saison 2023/24 startete er bereits in sechs Weltcuprennen. Seine größten Erfolge bisher: Gold bei der EM 2023 sowie bei den Weltmeisterschaften 2024 und 2025. „Es macht mich stolz, nach so kurzer Zeit in der Weltspitze angekommen zu sein. Das ist großartig, macht super Spaß – und ja, ich bin gierig und will jetzt die Titel.“

Mit dem Wechsel nach ganz oben

Geboren in Ansbach, kam Felix Straub 2017 zum SC DHfK Leipzig e. V. Trainer Ronald Stein holte ihn nach Sachsen – ein Mentor, dem er bis heute tief verbunden ist. „Er hat immer an mich geglaubt und mir den Weg geebnet. Seine Erkrankung und sein Fehlen als Trainer und Mensch haben mich schwer getroffen. Ich bin ihm unendlich dankbar“, sagt er bewegt. Gemeinsam feierten sie Erfolge – unter anderem Gold mit der Vereinsstaffel über 4 x 100 Meter bei den DM 2019 und Silber bei den Hallen-DM 2020. Im Trikot der Nationalmannschaft gewann er 2021 Staffel-WM-Gold über 4 x 200 Meter. „Die Leidenschaft Sprint ließ irgendwann nach, und der Wechsel spukte schon eine Weile durch meinen Kopf. Wichtig war, dass ich in Leipzig bleiben konnte und vom Verein und der Sportstadt unterstützt werde. Denn hier trainiere ich schon so lange und es fühlt sich familiär an. Für alles Bobspezifische muss ich ohnehin nach Riesa oder Altenberg.“

Obwohl er zuvor nie im Bob saß, klappte der Wechsel reibungslos. „Franz hat mich ins Team geholt, und ich hatte von Anfang an Vertrauen in die Jungs und den Bob. Der Schlitten ist wie ein Käfig. Eine Gehirnerschütterung kann passieren, Abschürfungen auch. Bei uns sagt man: Ohne richtigen Sturz ist man kein Bobfahrer. Also warte ich mal noch ab“, lacht Felix, der vor allem am Start und beim Bremsen gefordert ist. Oft entscheidet der Start schon über Sieg oder Niederlage. „Bobfahren ist ein toller Teamsport. Die Stimmung im Team stimmt absolut – in den vier Monaten jetzt haben wir ein richtig cooles WG-Leben.“

Bis zu den Olympischen Spielen (6.–22.Februar 2026) ist Felix Straub von seinem Beruf als Polizeimeister freigestellt. Der Fahrplan steht: Nach vier von sechs Weltcups fällt die Entscheidung, wer Francesco Friedrich am 16./17. Februar im Zweierbob und am 21./22. Februar im Viererbob erneut zu Olympischem Gold schieben soll. Der Auftakt in die Weltcup-Saison fand im November auf der Olympiabahn in Cortina statt. Im neuen Eiskanal musste sich Felix‘ Team Dauerrivale Johannes Lochner geschlagen geben. Es bleibt also spannend bis zu den Olympischen Spielen!

Alle Infos: www.bobteam-friedrich.de

Felix Straub im Interview mit Heike Fiedler/MDR SACHSEN: https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-fairplay-bob-anschieber-felix-straub-100.html